Institution: Civitas Connect e. V. Abteilung CIVITAS/CORE
Projektname: CIVITAS/CORE
Projektbeschreibung
Urbane Datenplattform: CIVITAS/CORE
KOMMUNAL. SOUVERÄN. FÜR ALLE.
CIVITAS/CORE ist mehr als nur Software – es ist das Fundament zur Verwaltung städtischer Daten. Dank 100 % Open Source ist es anpassbar und erweiterbar, um die Bedürfnisse von Städten oder Regionen zu erfüllen. Der CORE bildet die Basis für eine umfassende urbane Datenplattform, die speziell zugeschnitten wird.
Eine urbane Datenplattform ist die Grundlage vieler datenbasierter Anwendungen in Städten. Leichte Handhabbarkeit sowie Erfassung und Verbreitung von (Meta-)Daten stärken die Zukunftsfähigkeit von Kommunen. Die Plattform erleichtert die Einbindung der Stadtgesellschaft, das Vernetzen alter und neuer IT-Systeme, die Nutzung smarter Sensoren, automatisierte Berichte zur Effizienzsteigerung und die Veröffentlichung von Open Data. So können dringend notwendige Reformen in Deutschland beschleunigt werden.
Derzeit tragen Dienstleister die Innovationskraft, was durch notwendige individuelle Anpassungen zu Vendor-Lock-in führt. CIVITAS/CORE schafft Unabhängigkeit, indem ein Verein gemeinsam mit Mitgliedsstädten und Freiwilligen den Open-Source-Code pflegt und weiterentwickelt.
Die Plattform bündelt Ressourcen, vermeidet kostenintensive Einzelentwicklungen und fördert durch die Community den Wissenstransfer – ein wichtiger Schritt zur digitalen Souveränität. Seit 2024 sind Umsetzungspartner Mitglied im Verein Civitas Connect e.V., um gemeinsam eine freie, skalierbare und offene urbane Datenplattform zu entwickeln. Die Entwicklungsgemeinschaft umfasst Kommunen, Energieversorger, Netzbetreiber, Wissenschaft (z. B. Fraunhofer IESE) und kommunale IT-Dienstleister. Der Verein fördert den interkommunalen Austausch digitaler Projekte. Der KDN hat „CIVITAS/CORE“ als Open-Source-Lösung gewählt.
Diese länderübergreifende Kooperation überwindet kommunale und förderrechtliche Hürden und dient als Vorbild für weitere gemeinschaftliche Entwicklungen. Die eingebettete Kooperationsgemeinschaft vereinfacht Community-Management und technische Weiterentwicklung und stärkt den Austausch von Fachwissen und Erfahrung.
Beschreiben Sie den technischen Innovationsgrad des Projektes und den Beitrag zur Verwaltungsmodernisierung.
Die Plattform bietet Mandantenfähigkeit und ein differenziertes Berechtigungsmanagement für Kreisstädte, Kommunen und Organisationseinheiten eines Stadtkonzerns, was klare Trennung und flexible Zusammenarbeit erlaubt. Ein wizard-basierter Arbeitsbereich ermöglicht auch nicht-technischen Nutzern, Datenstrukturen einfach zu erfassen, zu aktualisieren und bereitzustellen.
„Mein Dashboard“ erlaubt das Abonnieren relevanter Datensätze, Nachverfolgen von Änderungen und informiert per Newsfeed über neue offene Daten.
Der Datenkatalog bietet strukturierte Suche, Anzeige und Download in verschiedenen Formaten. Er versorgt Anwendungen wie Masterportal und Visualisierungstools (Apache Superset, Grafana) und stellt API-Zugangsdaten bereit. Für jeden Datensatz gibt es einen Knowledge Graph, der Abhängigkeiten visuell darstellt und Datenmanagement sowie Entscheidungen unterstützt. Die Plattform folgt dem „Single Source of Truth“-Prinzip, vermeidet Redundanzen, verbessert Datenqualität und erleichtert die Abstimmung. Sie ist ein skalierbarer Baustein für datenbasierte, vernetzte und souveräne Stadtentwicklung.
Welchen ökomischen Nutzen hat das Projekt?
Im Vorfeld der Umsetzung urbaner Datenplattformen führten die beteiligten Kommunen strukturierte Auswahlprozesse, meist basierend auf Marktanalysen, durch. Dabei zeigte sich, dass die gemeinschaftliche Entwicklung mit anderen Kommunen und Stadtwerken die wirtschaftlichste und nachhaltigste Lösung ist.
Zentrale Koordination sichert die Einhaltung von Sicherheitsstandards, kontinuierliche Funktionserweiterungen und Anpassungen an technologische sowie regulatorische Veränderungen – Grundvoraussetzungen für den langfristigen Betrieb. Diese Kooperation bietet ökonomische Vorteile gegenüber Einzelentwicklungen und ermöglicht:
- geringere interne Aufwände dank Beratungen und Wissenstransfer in der CIVITAS/CORE-Community,
- Nutzung übertragbarer Ergebnisse zur Reduktion interner und externer Kosten,
- höhere Qualität durch gebündeltes Fachwissen,
- Mitgestaltung der Plattform-Architektur und Standards,
- Vermeidung von Vendor Lock-in durch 100% Open Source.
Die Kostenteilung und enge Zusammenarbeit schaffen dauerhafte Synergien und wirtschaftlichen Mehrwert für alle Partner.
Beschreiben Sie die Nachhaltigkeit der Lösung.
Nach dem Prinzip „Public Money – Public Code“ ist CIVITAS/CORE eine Open-Source-Software, die für alle zugänglich ist und Skalierung fördert. Sie ist unabhängig von Betreibern – öffentliche und private Einrichtungen können sie selbst betreiben und haben volle Transparenz und Kontrolle.
CIVITAS/CORE bietet umfangreiche Dokumentation, die Installation, Updates und Nutzung erleichtert. Das fördert die Nachnutzbarkeit und ermöglicht Feedback sowie Weiterentwicklung. Die Pflege der Open-Source-Lösung ist kostenintensiv, besonders bei eigenen Entwicklungen. Daher regelt die CORE/COMMUNITY im Verein Civitas Connect e.V. Pflege, Steuerung und Weiterentwicklung gemeinschaftlich. So verteilen sich Aufwand und Kosten für IT-Sicherheit, Datenschutz und Qualitätssicherung auf mehrere Partner.
Die CORE/COMMUNITY sorgt für Community-Management und Softwareentwicklung, gesteuert von Mitgliedern. So behalten Städte Kontrolle und können die Software bedarfsgerecht weiterentwickeln.
Wie trägt das Projekt zur Stärkung der Digitalen Souveränität bei?
CIVITAS/CORE stärkt die digitale Souveränität öffentlicher und privater Akteure durch eine offene Architektur, die transparente und selbstbestimmte Nutzung sowie unabhängige Kontrolle digitaler Infrastrukturen ermöglicht. Als 100 % Open Source mit guter Dokumentation fördert es Expertenwissen in Verwaltungen und hilft, Fachkräfte zu binden, ohne auf externe Dienstleister angewiesen zu sein. Die Lösung ist flexibel übertragbar und anpassbar für verschiedene Institutionen. Eine breite Community unterstützt Betrieb, Entwicklung und Wissensaustausch. Über eine Plattform für Anwendungsfälle und Betriebserfahrungen wird systematischer Wissenstransfer gefördert, was eine nachhaltige, gemeinschaftliche Weiterentwicklung ermöglicht. So wird die digitale Entwicklung direkt von den Bedarfsträgern vorangetrieben und langfristig die Abhängigkeit von anderen Ländern und Vendor-Lock-ins verringert.
