Institution: Implementierungspartnerschaft Masterportal

Projektname: Masterportal

Das Masterportal ist ein lizenzkostenfreier, funktionsreicher Web-Geoviewer, der von einer Implementierungspartnerschaft (IP) aus 55 öffentlichen Institutionen gemeinsam entwickelt, finanziert und gepflegt wird. Diese hat effektive wirtschaftliche und organisatorische Strukturen geschaffen, die inzwischen auch von anderen Open-Source-Projekten wie DIPAS übernommen wurden.Rund 80 % aller verwaltungsrelevanten Prozesse haben einen Raumbezug. Mit dem Masterportal können räumliche Informationen akteursübergreifend bereitgestellt und genutzt werden, etwa von Behörden, Bürgern, Unternehmen oder Vereinen. So unterstützt das System Transparenz, Zusammenarbeit und Konfliktvermeidung im öffentlichen Raum.

Technisch basiert das Masterportal auf etablierten Open-Source-Komponenten wie PostgreSQL, nginx, Keycloak und PostgREST. Es nutzt OGC-konforme Datenformate, ist sicher (u. a. durch CVE- und End-to-End-Tests) und wird kontinuierlich weiterentwickelt – mit monatlichen Releases und einer Long-Term-Support-Version für stabile Anwendungen. Der Quellcode ist unter MIT-Lizenz auf Bitbucket und openCode frei verfügbar. Die Community kann sich über Pull Requests, ein offenes Forum und technische Dokumentationen aktiv einbringen. Zusätzlich sorgen Produktmanagement und Gremienarbeit innerhalb der IP für strategische Weiterentwicklung und professionelle Wartung.

Das Masterportal wird von Bundesbehörden, Landesvermessungen, Städten und Kommunen eingesetzt – von Frankfurt am Main bis Ludwigslust-Parchim. Es ist somit skalierbar, wirtschaftlich sinnvoll und ein zentraler Baustein digitaler Verwaltung, etwa in Smart-City-Projekten oder bei digitalen Zwillingen.

Die Strukturen der IP ermöglichen öffentlichen Institutionen, unabhängig von ihren Ressourcen, effizient zusammenzuarbeiten. Daraus entstand ein belastbares Netzwerk für praxisnahen Austausch und gegenseitige Unterstützung. Verwaltungen profitieren, indem digital erfahrene Partner bewährte Praxis teilen. Der Erfolg der IP zeigt sich auch darin, dass ihre Organisationsform als Grundlage weiterer Open-Source-Projekte wie DIPAS oder Civitas Connect diente.

Der Code wird zentral auf Bitbucket bereitgestellt. Agile Methoden wie Kanban oder Scrum sowie Continuous Integration/Deployment sichern eine regelmäßige Bereitstellung. Releases erfolgen monatlich, LTS-Versionen jährlich. Das Masterportal ist ein webbasierter Geoviewer für die Anforderungen der öffentlichen Verwaltung. Es nutzt bewährte Open-Source-Frameworks, ist modular, plattform- und infrastrukturunabhängig. Ein Masterportal lässt sich in wenigen Minuten konfigurieren und produktiv schalten. Es kann Sensordaten anzeigen, 3D-Objekte visualisieren oder komplexe Diagramme darstellen – abhängig von Daten und Backend. Durch OGC-Standards werden Datensilos aufgelöst. Das Masterportal ist responsiv, läuft auf allen Smart Devices und eignet sich für Außendienst oder Meetings. Die interne oder externe Bereitstellung räumlicher Informationen verbessert die verwaltungsübergreifende Zusammenarbeit.

Großer ökonomischer Nutzen entsteht durch die enge Zusammenarbeit von über 50 öffentlichen Institutionen innerhalb der IP. So werden u. a. redundante Softwareentwicklungen vermieden. Neue Funktionen und Abhängigkeiten werden nur ergänzt, wenn sie der Mehrheit der IP-Partner zugutekommen. Dadurch bleibt das Masterportal langfristig als Open-Source-Lösung für die öffentliche Verwaltung geeignet.

Das Masterportal ist unter der MIT-Lizenz veröffentlicht und kann kostenfrei nachgenutzt werden. Die Weiterentwicklung steht allen offen, etwa auch IT-Unternehmen, die darauf basierende Dienstleistungen anbieten können. Da das Masterportal ideal geeignet ist, räumliche Informationen bereitzustellen, profitieren auch Bürger und Unternehmen. Es liefert z. B. Daten zu lokalen Gegebenheiten, die kostenfrei genutzt werden können. Ein Geoportal kann etwa Verkehrsdaten zeigen: Auslastung von Ladesäulen oder Parkplätzen, ÖPNV-Stationen, Baustellen oder Leitungsverläufe. Durch die offene Bereitstellung dieser Informationen entsteht für Nutzer ein direkter ökonomischer Mehrwert.

Das Masterportal ist eine produktive Software, die durch Continuous Deployment laufend an die Anforderungen der öffentlichen Verwaltung angepasst wird. Wirtschaftliche und fachliche Hauptakteure sind die derzeit 55 Institutionen der Implementierungspartnerschaft, die das Projekt durch Beiträge, Personal oder die Beauftragung von Dienstleistern unterstützen.

Die Software ist umfassend dokumentiert – zusätzlich zur Repository-Dokumentation steht eine benutzerfreundliche Anleitung via MkDocs bereit. Rückmeldungen sind über das openCode-Forum, direkt im Repository oder per Kontakt zum Produktmanagement möglich.

Da das Masterportal auf bewährte Open-Source-Bibliotheken wie OpenLayers, Vite oder Vue setzt und Nutzer bereits erfolgreich Beiträge zu anderen Projekten geleistet haben, entsteht eine dynamische, aktive Community. Diese trägt entscheidend zur kontinuierlichen Weiterentwicklung und langfristigen Nachhaltigkeit bei.

Das Masterportal stärkt die digitale Souveränität der öffentlichen Verwaltung – strategisch und technisch gesteuert durch die Implementierungspartnerschaft (IP), der ausschließlich öffentliche Institutionen oder 100 % öffentliche Unternehmen beitreten können. So bleibt die Hoheit über die Software vollständig bei der Verwaltung.

Die demokratischen Strukturen der IP ermöglichen Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Über Werkzeuge wie das Kanban-Board unterstützen sich Mitglieder gegenseitig – es entsteht eine starke Gemeinschaft mit vielfältigem Wissen und Ressourcen. Die IP hat auch andere Open-Source-Gemeinschaften wie Civitas Connect oder DIPAS erfolgreich beim Aufbau ihrer Strukturen unterstützt.

Mit über 50 Beteiligten verfügt das Masterportal über ein starkes öffentliches Netzwerk. Gleichzeitig verhindern mehrere Dienstleister Abhängigkeiten – ein wichtiger Baustein digitaler Souveränität. Die Software ist vollständig Open Source, plattformunabhängig und für verschiedene IT-Infrastrukturen geeignet, etwa Cloud oder BSI-zertifizierte Rechenzentren. Durch den Fokus auf offene OGC-Standards ist der nachhaltige und interoperable Einsatz sichergestellt.