Institution: Stadt Kempten (Allgäu)
Projektname: Hybrid Address Search Script
Projektbeschreibung
Das „Hybrid Address Search Script“ steigert die Datenqualität in digitalen Antragsprozessen mit XIMA Formcycle durch eine intelligente API-Weiche. Es kombiniert zwei spezialisierte Dienste: Den Bayerischen Ortsuchdienst (LDBV) für präzise Suchen innerhalb Bayerns und die OpenPLZ API für bundesweite Lookups.
Das Script erkennt anhand der Postleitzahl automatisch die optimale Datenquelle. Durch Features wie eine geführte Suche, automatisierte Hausnummer-Validierung via RegEx und gezielte Feldsperren wird sichergestellt, dass nur valide, existierende Adressen in die kommunalen Fachverfahren übernommen werden. [GitHub: N64Freak1986]
Beschreiben Sie den technischen Innovationsgrad des Projektes und den Beitrag zur Verwaltungsmodernisierung.
Der technische Durchbruch liegt in der automatisierten Hybrid-Logik (isBayernPLZ), die asynchron zwischen verschiedenen API-Strukturen vermittelt (Lookup vs. Search). Statt fehleranfälliger Freitextfelder oder statischer Listen bietet das Tool eine dynamische Echtzeit-Validierung. Modernisierungsaspekt: Das Script ist hochgradig responsiv und für mobile Endgeräte optimiert, was die Barrierefreiheit der OZG-Leistungen erhöht. Technisch wurde eine robuste JavaScript-Lösung geschaffen, die Fehlinterpretationen bei bundesweiten Suchen (z.B. durch Deaktivierung der Suche nach Straßenauswahl).
Welchen ökomischen Nutzen hat das Projekt?
Der Entwicklungsaufwand betrug lediglich 24 Arbeitsstunden, amortisiert sich jedoch bereits nach kurzer Laufzeit. Der ökonomische Nutzen resultiert aus der Eliminierung unzustellbarer Bescheide und der Vermeidung von manuellen Korrekturaufwänden in den Fachämtern. Jede korrekt validierte Adresse verkürzt die Durchlaufzeit eines Antrags und reduziert Portokosten für Rückläufer gegen Null.
Beschreiben Sie die Nachhaltigkeit der Lösung.
Die Lösung ist als generisches JavaScript-Modul konzipiert, das plattformunabhängig in Webformularen (bevorzugt Xima Formcycle) eingesetzt werden kann. Da es ausschließlich auf kostenfreien staatlichen oder offenen APIs (OpenPLZ) basiert, entstehen für nachnutzende Kommunen keine laufenden Lizenzgebühren. Der Code ist Open Source verfügbar und kann durch einfache Klassenzuweisungen im Formular-Designer implementiert werden.
Wie trägt das Projekt zur Stärkung der Digitalen Souveränität bei?
Das Projekt beendet die Abhängigkeit von kommerziellen, außereuropäischen Mapping-Diensten (z.B. Google Maps API) für die Adressvalidierung. Durch die Nutzung der amtlichen bayerischen Geodaten und offener Community-Projekte wie OpenPLZ nutzt die Verwaltung souveräne Datenquellen. Die Kontrolle über den Validierungsprozess und der Schutz der Bürgerdaten verbleiben vollständig im behördlichen Einflussbereich.
Abstimmung
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