Institution: Stadt Kempten (Allgäu)
Projektname: KemptenKI
Projektbeschreibung
Das Projekt „KemptenKI“ ist eine modulare Single-Page-Application (SPA), die direkt in das Formularmanagement-System (Xima Formcycle) integriert wurde. Es dient als sichere Schnittstelle für Mitarbeitende, um strukturierte und qualitativ hochwertige Prompts zu erstellen. Kernfeatures sind ein geführter Prompt-Generator (Rolle-Kontext-Aufgabe), ein Fachglossar mit über 200 Begriffen und ein „Private Prompts“-Modul.
Das Tool agiert als „Privacy-Gateway“: Durch eine clientseitige Smart-Matcher-Logik werden sensible Daten vor der Verarbeitung erkannt und pseudonymisiert. Der optimierte Prompt wird per Zwischenablage für Drittsysteme wie ki.bayern.de bereitgestellt, wodurch ein medienbruchfreier und sicherer Workflow ohne Server-Backend ermöglicht wird.
Beschreiben Sie den technischen Innovationsgrad des Projektes und den Beitrag zur Verwaltungsmodernisierung.
Die Innovation liegt im konsequenten „Privacy by Design“ durch eine rein clientseitige JavaScript-Architektur. Es wird keine Server-Middleware benötigt; die Pseudonymisierung erfolgt lokal im Browser des Nutzers. Technisch herausragend ist der integrierte „Quality-Checker“, der die Prompt-Präzision in Echtzeit bewertet (Score-System) und so die Ergebnisqualität externer LLMs massiv verbessert. Zudem ermöglicht die Integration in Xima Formcycle die Nutzung vorhandener Infrastruktur für hochmoderne KI-Unterstützung. Die Version 2.0 bietet zudem einen LocalStorage-Sync für das Team-Sharing von Prompt-Bibliotheken.
Welchen ökomischen Nutzen hat das Projekt?
Mit einem Gesamtaufwand von ca. 80 Arbeitsstunden wurde eine Lösung geschaffen, die den Erwerb teurer, proprietärer Prompt-Management-Lizenzen überflüssig macht. Der ökonomische Mehrwert entsteht durch die drastische Reduktion von Fehlversuchen bei der KI-Nutzung (Vermeidung von Halluzinationen durch präzises Prompting) und die massive Zeitersparnis bei der Erstellung von Verwaltungstexten. Das integrierte Glossar reduziert zudem den internen Fortbildungsbedarf im Bereich KI-Grundlagen.
Beschreiben Sie die Nachhaltigkeit der Lösung.
Das Tool folgt dem Grundsatz „Public Money? Public Code!“ und steht auf GitHub (N64Freak1986) zur Verfügung. Da es als reine Frontend-Erweiterung für Xima Formcycle konzipiert ist, können andere Verwaltungen das Modul ohne Anpassungen an der Server-Infrastruktur übernehmen. Die Export-Funktionen für Prompt-Bibliotheken sichern den Wissensaustausch zwischen Kommunen und gewährleisten eine langfristige, herstellerunabhängige Weiterentwicklung durch die Community.
Wie trägt das Projekt zur Stärkung der Digitalen Souveränität bei?
Das Projekt befähigt Kommunen, KI-Technologien souverän zu steuern. Durch die lokale Vorfilterung sensibler Daten behält die Verwaltung die volle Kontrolle darüber, welche Informationen an externe LLMs (wie bei ki.bayern.de) übergeben werden. Es verhindert die Abhängigkeit von spezifischen KI-Schnittstellen und schafft eine einheitliche, sichere Zugriffsebene für die gesamte Belegschaft.
Abstimmung
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